GRÜNDER WISSEN

22 Apr. 2026

Selbstständigkeit läuft nicht mehr. – Was tun, wenn die Anfragen ausbleiben?


Viele Selbstständige kennen dieses Gefühl gerade. Die Anfragen werden weniger, die Kennenlerngespräche werden seltener und man fragt sich: Liegt das an mir? An meinem Angebot? An der Wirtschaft? An der KI?

Die Antwort ist oft: ein bisschen von allem.

In meinen Coachings mit soloselbstständigen Frauen erlebe ich das gerade sehr häufig. Nicht weil meine Klientinnen schlechte Arbeit machen, sondern weil sich vieles gerade verändert. Der Markt, die wirtschaftliche Lage, manchmal auch das eigene Leben.

Wenn bei dir gerade die Selbstständigkeit nicht mehr so läuft wie du es dir wünschst, dann lies weiter. Ich zeige dir, wo du ansetzen kannst.


Warum läuft die Selbstständigkeit gerade nicht mehr?


Bevor du alles in Frage stellst, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die Situation. Die Gründe, warum es gerade hakt, können sehr unterschiedlich sein.

Die wirtschaftliche Lage macht es wirklich schwieriger. Das ist keine Ausrede, das sind Fakten. Wenn deine potenziellen Kund:innen selbst unter Druck stehen, investieren sie weniger. Das spüren gerade viele Soloselbstständige, die Dienstleistungen anbieten. Auch ich. Es kommen weniger Kennenlerngesrpäche rein und die Kundinnen überlegen deutlich länger bevor sie buchen.

Dein Angebot passt vielleicht nicht mehr zur aktuellen Situation deiner Zielgruppe. Was vor zwei Jahren gefragt war, muss heute nicht mehr das Wichtigste sein. Positionierungen dürfen und können sich ändern. Passt der Bedarf deiner Zielgruppe noch zu deiner Positionierung?

Du bist weniger sichtbar geworden. Vielleicht hattest du eine intensive private Phase, ein eigenes Projekt, eine Umzugsphase. Sichtbarkeit braucht Kontinuität. Wenn du eine Weile weniger präsent warst, merkt man das.

Die Klarheit fehlt. Manchmal steckt hinter dem Stocken auch ein inneres Signal: Du weißt selbst nicht mehr ganz genau, wen du ansprechen willst oder was dein Kernangebot ist. Das spüren potenzielle Kund:innen, auch wenn sie es nicht benennen können.

Welcher dieser Punkte trifft bei dir am meisten zu? Das ist oft der erste wichtige Schritt. Schau einmal ehrlich hin und nimm dir Zeit. Notiere dir die Punkte und dann gehts weiter.



Das Wichtigste zuerst: Nicht in Panik verfallen


Der größte Fehler, den ich in dieser Situation beobachte, ist blinder Aktionismus. Plötzlich wird alles gleichzeitig angegangen: neuer Instagram-Account, neues Angebot, neue Zielgruppe, neues Logo. Das kostet enorm viel Energie und bringt selten den erhofften Effekt.

Was es stattdessen braucht ist Klarheit und dann einen Schritt für Schritt Plan mit klaren Prioritäten.

Frag dich:

  1. Wann lief meine Selbstständigkeit wirklich gut? Was war damals anders?
  2. Über welche Wege kamen meine besten Kund:innen früher zu mir?
  3. Was hat sich seitdem verändert am Markt, in meinem Angebot oder in meiner Sichtbarkeit?
  4. Gibt es Kunden, die ich gerne hätte, die ich aber gerade nicht erreiche?

Diese Fragen sind manchmal unbequem. Aber sie führen dich schneller zur richtigen Lösung als jede neue Marketingstrategie.


Was wirklich hilft: Das kannst du jetzt konkret tun.


Deine Positionierung überprüfen

Positionierung ist nicht das, was du über dich selbst sagst. Es ist das, was bei deiner Zielgruppe ankommt.

Schreibe einmal auf: Für wen genau bist du da? Was machst du für wen, wie? Welches konkrete Problem löst du? Und warum sollte genau diese Person zu dir kommen?

Wenn du bei einer dieser Fragen ins Stocken gerätst, hast du deinen ersten Hebel gefunden. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten buchen Menschen keine unklaren Angebote. Sie buchen jemanden, der ihnen mit ihrem konkreten, brennenden Problem hilft. Je klarer du das benennen kannst, desto leichter wirst du gefunden und gebucht.

Schau auch hin, wie sich deine Bedürfnisse geändert haben. Welche Interessen bestehen noch? Welche neuen Interessen gibt es und welche Erkenntnisse konntest du sammeln? Überlege, wie du diese neuen Infos in deine Positionierung einarbeiten kannst.

Bestehende Ressourcen aktivieren

Du hast bereits Kunden begleitet. Du hast Kontakte und vielleicht eine E-Mail-Liste? Was ist mit deinen guten Bewertungen? Das sind Schätze, die in einer schwierigen Phase oft komplett ignoriert werden, weil man glaubt, neu anfangen zu müssen.

Genau das Gegenteil ist richtig.

Melde dich bei ehemaligen Kund:innen. Nicht mit einem Angebot, sondern mit echter Verbindung: Wie läuft es bei dir? Gibt es jemanden in deinem Umfeld, dem ich helfen kann? Eine persönliche Nachricht kann direkt neue Anfragen auslösen.

Und wenn du einen Newsletter hast, aber ihn schon länger nicht mehr genutzt hast: Reaktiviere ihn. Menschen, die sich eingetragen haben, wollen von dir hören. Ein ehrlicher, persönlicher Beitrag hält dich präsent und erinnert im richtigen Moment daran, dass du da bist.

Sichtbarkeit dort aufbauen, wo deine Kund:innen suchen

Nicht jeder Kanal ist für jede Zielgruppe richtig. Bevor du anfängst, täglich auf Instagram zu posten, frag dich ehrlich: Kamen darüber je wirklich Kunden? Kann ich herausstechen, ohne im Tempo eines Influencers zu arbeiten? (Meistens vergleichen wir uns mit ihnen, haben ja aber noch einen eigentlichen Job.)

Wenn deine Kunden über Google kommen, investiere in Content. Ein gut geschriebener Blogartikel, der eine echte Frage deiner Zielgruppe beantwortet, kann über Jahre Anfragen generieren, ohne dass du täglich aktiv sein musst. Ist deine Seite ordentlich strukturiert und SEO-optimiert? Nein? Dann starte damit.

Wenn deine Kund:innen über Empfehlungen kommen, investiere in Beziehungen. Sprich mit Menschen, die deine Zielgruppe kennen. Sei sichtbar in den Kreisen, in denen deine Wunschkunden unterwegs sind.


Wann ist ein Coaching sinnvoll?


Manchmal reicht die Selbstreflexion allein nicht aus. Nicht, weil man zu wenig denkt, sondern weil man zu nah dran ist. Wenn du das Gefühl hast, dich seit Wochen im Kreis zu drehen, oder weißt, dass sich etwas ändern muss, aber nicht weißt wo du anfangen sollst, dann kann ein externer Blick wirklich den Unterschied machen.

In meinem 1:1 Coaching für Selbstständige schauen wir gemeinsam auf deine Situation, finden die konkreten Hebel und entwickeln einen realistischen Plan, der zu dir und deinem Leben passt. Kein Standardprogramm, sondern genau das, was du gerade brauchst.

Du wünschst dir Unterstützung? Melde dich gerne für ein kostenfreies Kennenlerngespräch.


Fazit


Wenn deine Selbstständigkeit gerade nicht läuft, bedeutet das nicht, dass sie gescheitert ist. Es ist oft ein Signal – auf eine unklare Positionierung, auf fehlende Sichtbarkeit, auf einen Markt, der sich verändert hat.

Der erste Schritt ist nicht mehr Aktivität. Der erste Schritt ist Klarheit darüber, wo bei dir wirklich der Hebel liegt.

Und wenn du dabei Unterstützung möchtest: Ich bin da.


About Me Maren Will Coaching für Selbstständige

marenwill

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